Disco-Queen |
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Back to the roots - Zurück auf die Tanzfläche
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Madonna mit ihren Kindern Lola und Rocco als Fee und Ritter verkleidet in der Zeitschrift "Vogue" (2005) |
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Doch Madonnas Zähigkeit zahlte sich aus, und von heute auf morgen wendete sich das Blatt. Die Tour-Doku wurde Ende Oktober bei den Premieren-Aufführungen, die unter Anderem an New Yorker Universität stattfanden, gut aufgenommen. Und auch musikalisch kündigte sich wieder Erfolg an. Madonnas Auftritt als Opening-Act bei den mtv European Music Awards wurde zu einem riesigen Triumph. Sie stahl mit der Performance ihrer neuen Single "Hung Up" allen anderen Stars die Show und sogar Robbie Williams, zu dieser Zeit der größte Popstar in Europa, schwärmte bei der Entgegennahme seines Preises zum Sänger des Jahres: "Ich möchte nur sagen, wie sehr ich Madonnas Auftritt genossen habe. Sie ist eine absolute Legende und lässt uns alle aussehen wie Amateure." Ähnlich euphorisch begann am folgenden Tag der Verkauf von "Hung Up". Rekordverkäufe in den Plattenläden und Download-Sites machten das Lied zur Nummer Eins in ganz Europa - sogar für neun Wochen in Deutschland, wo sie diese Position zuvor erst mit zwei Singles erreicht hatte. Bei ihrem Auftritt im deutschen Fernsehen bei "Wetten dass" am 5. November konnte Madonna sogar das ansonsten sehr passive Saalpublikum begeistern. Schätzungen zufolge wurde "Hung Up" (neben Shakiras "Hips don't lie") zur erfolgreichsten Single der 2000er Dekade. |
Die Disco-Föhnwelle zum Album "Confessions on a Dancefloor" |
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Stuart Price
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Die Entstehung des neuen Albums war bei Weitem nicht so zielstrebig wie es als fertiges Werk klang. Mit dem britischen Musiker und DJ Stuart Price hatte Madonna zunächst mit der Arbeit an einem Musical begonnen. Stuart Price konnte mit seinen 28 Jahren bereits beachtliche Erfahrungen als Musikproduzent aufweisen. Schon als Kind lebte er Mitte der achtziger Jahre seine Begeisterung für den Synthie-Pop im Stil der Pet Shop Boys mit einem Synthesizer aus. Als Jugendlicher baute er sich euphorisch nach und nach ein eigenes Studio im Elternhaus auf. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre gründete er unter dem Pseudonym Jacques Lu Cont mit einem befreundeten Brüderpaar die Band Les Rhythmes Digitales, der nach ihrem Debütalbum eine große Karriere vorausgesagt wurde. Dieser Weg wurde unterbrochen, als Madonna ihn auf Empfehlung ihres Produzenten Mirwais für ihre Drowned World Tour 2001 engagierte, und kurz darauf zum Musical Director der Tour beförderte. Seit dieser Zeit gehörte er zur engeren Madonna-Crew, und verpasste ihren alten Hits für die Re-Invention-Tour einen neuen Sound. Neues Material durfte er allerdings bis zu dem geplanten Musical noch nicht mit Madonna produzieren. Das Musical enthielt einen Disco-Akt, für den Madonna einen Sound verlangte, der sich wie "Abba in der Zukunft" anhören sollte. Daraufhin brachte Price die Idee eines Samples des Abba-Klassikers "Gimme Gimme", den er kurz zuvor mit begeisterter Resonanz in seinem Job als DJ vor Publikum ausprobiert hatte, ins Spiel. Madonna hielt zu dieser Zeit wegen der Kosten für die Urheberrechte nicht viel von Samples, konnte aber recht schnell für die Arbeit an dem im Folgenden entstandenen Song "Hung up" begeistert werden. Richtige Begeisterung kam auf, als Price das Lied erneut als DJ vor Publikum spielte. Als Madonna das fertige Drehbuch für das geplante Musical vorgelegt wurde, stieß es bei ihr auf wenig Begeisterung. Viel lieber wollte sie nun mit Stuart Price ein neues Album voller Dance-Songs aufnehmen, und die beiden machten sich ans Werk. Das Ergebnis war das Album "Confessions on a Dancelfoor", dass weltweit in 29 Ländern die Spitzenposition der Charts erreichte und sich trotz der kontinuierlich sinkenden CD-Verkaufszahlen seit der Jahrtausendwende im ersten halben Jahr etwa sieben Millionen Mal verkaufte, bis 2008 schließlich sogar deutlich über acht Millionen Mal. Price und Madonna sollten in der Folgezeit in den Medien nicht nur beruflich als Einheit betrachtet werden. Anfang 2006 mehrten sich die Gerüchte, die beiden hätten eine Affäre, wodurch es in der Ehe mit Guy Ritchie heftig kriseln sollte. |
Beim Soundtüfteln mit Stuart Price |
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The Confessions Tour
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Eine tatsächliche Affäre zwischen Price und Madonna wurde von Beiden nicht bestätigt. Stattdessen bestätigten sie ihr nächstes gemeinsames Großprojekt, die "Confessions"-Tour. Diese führte nicht nur nach Nordamerika und Westeuropa, sondern auch nach Osteuropa (Prag und Moskau) und - erstmals seit 1993 - wieder nach Japan. Im Vergleich zur 2004er Tour gab es weniger Greatest Hits, dafür nahezu jedes Lied vom aktuellen Album. Auch der mittlerweile in Fan-Kreisen populäre junge Tänzer Cloud, von dem Madonna seit der Re-Invention-Tour begeistert war, gehörte wieder zur Besetzung. Nach zehn Wochen Proben fand die Premiere am 21. Mai 2006 in Los Angeles statt. Die meisten Kritiker waren begeistert, allerdings sorgte ihre Performance von "Live to tell", bei dem Madonna in Anlehnung an Jesus mit einer Dornenkrone auf dem Kopf an einem riesigen Kreuz hängt, für einen Skandal. Die Botschaft des Auftritts, mit dem sie auf die Aids- und Hungerkatastrophen in Afrika hinweisen wollte, wurde an dem im Hintergrund gezeigten Bildern und Statistiken deutlich. Unabhängig von dieser humanitären Aussage erhielt Madonna im Zuge ihres Konzerts in Düsseldorf eine Anzeige wegen Gotteslästerung von einem Bürger aus Neuss. Diese wurde allerdings nach Prüfung von der Staatsanwaltschaft abgelehnt. In Amsterdam gab es von einem Priester eine Bombendrohung. Die russische Mafia drohte mit Mord oder Entführung ihrer Kinder, falls sie den Kreuzigungs- Auftritt beim Moskau-Konzert durchziehen sollte. Es bliebt bei den Drohungen, und Madonna und ihre Familie kamen unbeschadet davon. |
Madonna live kontrovers vor dem Kreuz |
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Nach langen Verzögerungen veröffentlichte Madonna kurz nach dem Tourstart endlich die von den Fans sehnlichst erwartete Dokumentation "I`m going to tell you a secret". Als Bonus zur DVD gab es erstmals eine offizielle Live-CD mit mehreren Songs der Konzerte von 2004. Etwa zur gleichen Zeit wurde von der schwedischen Modekette H&M eine Zusammenarbeit mit Madonna angekündigt. Madonna entwarf eigens dafür einen Trainingsanzug. Obwohl der Anzug selber nicht in allen Ländern ein großer Verkaufsrenner wurde, konnte H&M im Zuge der medienwirksamen Kampagne im dritten Quartal 2006 ein Rekord-Ergebnis erzielen. |
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David
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Gleich nach Beendigung der Confessions Tour reisten Madonna und Guy Ritchie ins afrikanische Malawi. Dieses zweitärmste Land der Welt, in dem auf Grund von Hungersnot und Aids-Epidemie mehr als eine Millionen Kinder als Waisen lebten, sollte Inhalt des Projekts „Raising Malawi“ werden. Etwa 4.000 Waisenkindern sollte im “Consol Homes Raising Malawi Orphan Care Center” ein neues Zuhause mit besserer Ernährung, Ausbildung und sozialer Erziehung gegeben werden. |
Madonna in Afrika Mit Kindern aus einem Waisenhaus |
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Karitativ und geschäftstüchtig
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Laut Wirtschaftsmagazin "Forbes" schloss Madonna das Jahr 2006 mit persönlichen Einnahmen von 96,8 Millionen Dollar ab. |
Fast komplette Familie Ritchie zur England-Premiere von "Arthur and the Invisibles" |
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Änderung
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Letzte Änderung am Sonntag, 16. Januar 2011 um 15:05:38 Uhr. |
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