Spirituelle (Über-) Mutter |
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Zurück im Plattenstudio
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Da Madonna einen völlig neuen Sound haben wollte, reduzierte sie Leonards Input für das neue Album auf das Songschreiben und begab sich mit den entstandenen Kompositionen zum britischen Produzenten, Remixer und Elektronik-Pionier William Orbit. In viereinhalbmonatiger Zusammenarbeit nahmen sie die bereits vorhandenen sowie einige weitere neue Songs (u.a. "Ray of Light", "Candy Perfume Girl", "Mer Girl") in einem Studio mit Bergen voller Maschinen und E-Gitarren auf. Beim Gesang konnte Madonna von ihrem intensiven Gesangstraining für "Evita" profitieren und spielte mit der neu entdeckten Bandbreite ihrer Stimme. Orbit war nach der Zusammenarbeit mit Madonna voll des Lobes: "Ich war seit langer Zeit nicht so inspiriert gewesen. Sie ist präzise und sicher, wenn sie kein Popstar wäre, könnte sie ein großartiger Produzent sein. Sie liebt wirklich Musik." |
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Das "Ray of Light"-Jahr 1998
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Die Mühe um das neue Album "Ray of Light" sollte sich lohnen. Bereits einige Wochen vor der Veröffentlichung stellte Madonna im Februar 1998 ein paar Lieder des Albums bei einem kleineren Club-Konzert vor und koppelte weltweit die Single "Frozen" aus. Der Song wurde auf Anhieb ihr größerer Hit seit mehreren Jahren. Als "Ray of Light" erschien, wurde das Album von den Kritikern in höchsten Tönen gelobt, und es sollte ihr erstes Album mit zweistelligen Millionen-Verkäufen seit der "Immaculate Collection" (1990) werden. Madonna hatte sich endgültig vom Karriereknick nach dem "Sex"-Buch erholt und war zurück an der Spitze des Pop-Olymps. Auch William Orbit profitierte vom Erfolg des "Elektronik-Ray of Light-Sounds": Er avancierte zum begehrten Star-Produzenten. |
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Nicht nur bei den Kritikern und Plattenkäufern hatte Madonna mit "Ray of Light" großen Erfolg. Auch renommierte Preisverleihungen konnte sie mit Händen voller Trophäen verlassen: Am Bedeutendsten waren dabei die mtv music awards im September 1998, bei denen der Clip zum Titelsong "Ray of Light" gleich mehrfach ausgezeichnet (u.a. als "Video des Jahres") wurde, und Madonna - leider mit recht abgekämpfter Live-Stimme - "Ray of Light" und "Shanti/Ashtangi" sang, sowie die Grammy-Verleihung im Februar 1999, bei der Madonna erstmals in ihrer Karriere mehrere Grammies einheimsen konnte und in einem Gaultier-Outfit à la chinesischer Geisha "Nothing really matters" sang. Der Erfolg von "Ray of Light" erstreckte sich weit ins Jahr 1999, in Deutschland hielt sich das Album über 80 Wochen in den Top100 und wurde mit dreifach Platin (für über 1,5 Mio. ausgelieferte Exemplare), in Großbritannien mit fünffach Platin (ebenfalls 1,5 Mio. Exemplare), in Gesamt-Europa mit siebenfach Platin (über 7 Mio. Exemplare) und in den USA mit vierfach Platin (4 Mio. Exemplare) ausgezeichnet. Fünf Singles wurden ausgekoppelt. Erst im Ende Mai 1999 war es für Madonna und ihre Plattenfirma Zeit, mit der Single "Beautiful Stranger" einen völlig neuen Song zu veröffentlichen. Dieses eingängige, vom 60er Jahre Psychedellic-Sound inspirierte, aber im typischen William Orbit-Elektronik-Sound produzierte Lied begleitete den Mike Myers Kultfilm "Austin Powers". Obwohl der Film gerade in den USA ein Riesenerfolg wurde, das Lied in den amerikanischen Radiostationen häufig gespielt wurde und die Single im Rest der Welt zum Hit wurde, verzichtete Warner Music darauf, die Single in den USA zu verkaufen. |
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The next best thing
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Im Vergleich zu den zahlreichen Singles, Videoclips und Promotion-Tours des Jahres 1998 wurde es 1999 etwas ruhiger um Madonna. Sie verschwand allerdings nicht völlig aus den Medien. Während "Beautiful Stranger" im Frühjahr zum Single-Hit avancierte, begab sich Madonna erstmals seit "Evita" erneut vor die Filmkamera. Unter der Regie von John Schlesinger ("Asphalt Cowboy") drehte sie zusammen mit ihrem Freund, dem Briten Rupert Everett die melancholische Komödie "The next best Thing". Dabei gab sie - wie bereits 1995 für "Evita" und 1998 für die geplante, aber niemals realisierten Verfilmung des Musicals "Chicago" - erneut für ihre Filmkarriere die Pläne für eine Welttournee auf. |
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Änderung
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Letzte Änderung am Sonntag, 16. Januar 2011 um 15:05:36 Uhr. |
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Bewertung
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